Q-Tipps im September

Q-Tipps im September

Hochgeschätzte Milchviehhalterin, hochgeschätzter Milchviehhalter,

wieder möchten wir Sie auf diesem Wege über Neuigkeiten in unserer Praxis informieren:

Kuhkraft nach der Maissilageernte

Die Maissilage-Ernte in Kuhkraft-Land ist weitestgehend abgeschlossen. Die Erträge beginnen bei 30 t/Hektar und enden bei 45 t/Hektar, also 20-30% weniger als in normalen Jahren. Tatsächlich haben wir aus dem Gütersloher Raum die ersten Silage-Analysen bereits vorliegen. Und die sind überhaupt nicht vergleichbar mit denen vergangener Jahre. Der NDF Gehalt dieser Proben liegt bei etwa 50 %, „normale“ Jahre bringen durchschnittlich 36-38 % NDF. Glücklicherweise ist die Verdaulichkeit dieser Faser (NDFD30 bei etwa 58 %) nicht ganz so schlecht wie anfangs vermutet. Halten Sie sich bitte fest, der Stärkegehalt dieser Proben beläuft sich auf etwa 20 %. „Normale“ Ernten bringen durchschnittlich 35-40 %.

Sie sehen schon, ohne Analyse läuft in diesem Jahr gar nichts. Es ist absolut notwendig, die eingefahrene Maissilage so schnell es geht, d.h. nach frühestens sechs Wochen Silierdauer testen zu lassen, um mit diesem Futter eine Ration zu rechnen, die tatsächlich auch milkt.

Faktisch sieht es so aus, dass die Kühe dieser Art Maissilage deutlich schneller an ihre Füllung kommen. Dabei können sie leider aufgrund der fehlenden Stärke auch deutlich weniger Milch produzieren. Erschwerend hinzu kommt dann, dass Trockensubstanz Gehalte von 38% und mehr keine Seltenheit sind. Das stellt zum einen die Stabilität im Silo (und damit in der Ration) und zum anderen die Verdaulichkeit zusätzlich auf die Probe. Der langen Rede kurzer Sinn: Kuhkraft–gute, gesunde Kühe steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite, wenn die Ration mit diesem aktuell so schwierigen Futtermittel zum Tragen kommt.

Die Preise für Feuchtmais belaufen sich in diesem Jahr auf 16,50 €-17,00 €/dt, also gut 20% mehr als im letzten Jahr. Kunden, die in den vergangenen acht Wochen noch Kraftfutterkontrakte abschließen konnten, sollten in dieser Saison auf den Einsatz von Feuchtmais verzichten. Das tut uns besonders leid, da Kühre dieses Futtermittel so lieben. Die Ration kostet uns bei gleicher Milchmenge mit Feuchtmais etwa 0,20 € pro Kuh & Tag mehr als die Ration mit Kontraktkraftfutter. Für Kunden, die keine Kontrakte mehr abschließen konnten oder wollten, sieht dies etwas anders aus: Aktuelle Kraftfuttermischungen liegen auf Tagespreisniveau gut und gerne 5 €/dt höher als noch im Vormonat.

Kuhkraft, die Kraft, die Wissen schafft

Immer wieder bin ich begeistert, wenn ich sehe, wie sinnvoll es ist, regelmäßig Daten zu erheben. Sie, liebe Kuhkraft-Kunden, liefern uns zunehmend genauere Daten. Das ist richtig klasse!! Denn nur dadurch können wir Tendenzen früh genug erkennen und entsprechende Schlüsse daraus ziehen. Aufgrund der uns nun vorliegenden Protokolldaten hat unser neuer Mitarbeiter, Felix Hünnekes, die Zusammenhänge von TU-Raten, Körperkondition (RFD) und einer ausreichenden Ventilation erarbeitet. Betrachten Sie sich die Grafiken von Felix in aller Ruhe!

Die erste Grafik stellt den Verlauf der Trächtigkeitsraten in den Monaten Juni bis August in den Betrieben mit und ohne Ventilation dar.

Die zweite Grafik stellt den Verlauf der Konditionsentwicklung, speziell den der unterkonditionierten, d.h. zu mageren, Kühe in den Monaten Juni bis August in den Betrieben mit und ohne Ventilation dar.

TU+ Rate Kühe in %
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Kühe unter20mm RFD in %
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Nun sollten wir alle in Ehrfurcht erstarren! Nicht genug damit, dass wir Menschen glauben, wir wüssten schon, wann es für die Kühe zu warm wird. Wir maßen uns darüber hinaus noch an, unverschämt hohe Leistungen von den von uns gehaltenen Tieren zu erwarten, gleichzeitig aber mitnichten ihren Bedürfnissen nachzukommen.
Fast unglaublich, dass auch während des Sommers, dass auch in dieser großen Hitze solche TU+ Raten von über 70% zu erzielen sind. Fast unglaublich weiter, wie gut die Kühe ihre Kondition halten können, wenn sie sich in ihrer Umwelt wohl fühlen.
Wer nach dem Studium dieser beiden Grafiken noch denkt, Ventilation im Kuhstall sei Luxus, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen!

Jeden Herbst aufs Neue… Herbstzeit = Grippezeit: Es geht wieder los!

Mit diesem Motto leiten wir auch in diesem Jahr wieder die Impfkampagne gegen die Rindergrippe ein. Wenn die Tag-Nacht-Temperaturunterschiede wieder größer werden, leidet das noch nicht voll ausgebildete Immunsystem der jungen Kälber besonders. Jedes Jahr werden es mehr Landwirte, die den Nutzen dieser Vorbeugemaßnahme, die bereits ab dem 14. Lebenstag intranasal verabreicht werden kann, schätzen lernen. Wie gewohnt melden Sie alle 14 Tage Mittwochs die Zahl der zu impfenden Kälber an und wir von Kuhkraft erledigen dann den Rest.

Kuhkraft machte „Rezeptvorschläge“

Heute: Wir backen uns eine Coli-Mastitis
Die „Rezeptvorschläge“ sind bei Ihnen, liebe Kuhkraft Kunden, so gut angekommen, dass wir auch in Zukunft die komplexe Entstehungsgeschichte unterschiedlicher Erkrankungen gerne als Rezeptvorschläge verpacken wollen.

Für das Kuhkraft Team bin ich Ihr Franz Zimmer


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