Q-Tipps im September

Q-Tipps im September

Hochgeschätzte Milchviehhalterin, hochgeschätzter Milchviehhalter,
wieder möchten wir Sie auf diesem Wege über Neuigkeiten in unserer Praxis informieren:

📣 Kuhkraft, die Kraft, die Wissen schafft

„Genau mein Typ!“ Professor Dr. Dörte Döpfer aus Wisconsin, USA, im Kuhkraftwerk!!

Unterschiedliche Stoffwechseltypen bei Milchkühen erkennen und richtig managen

Jetzt wird es wirklich ernst, der 15. Oktober rückt näher, höchste Zeit sich anzumelden.

Jeder von Ihnen kennt die unterschiedlichen Stoffwechseltypen, die nach dem Kalben unterschiedlich große Schwierigkeiten haben, ihren Stoffwechsel der Situation bzw. der aktuellen Milchleistung anzupassen. Der Krankheitsbegriff „Ketose“ wird hier etwas weiter gefasst, die englischsprachige Literatur nennt diesen Komplex „PMAS“ (Poor Metabolic Adaptation Syndrome):
Während die eine Kuh als Zeichen ihrer Adaptation durch einen hohen Fetteiweißquotienten klarmacht, dass sie extrem viel Körperfett einschmilzt, kann das andere Tier durch eine Reduzierung des Milchfettgehaltes sich wesentlich schneller an die aktuelle Leistungssituation anpassen, weil es dadurch Energie sparen kann. Es muss also im Verhältnis zur erstgenannten Kuh weniger Körpermasse einschmelzen.
Dörte Döpfer, eine Referentin von internationalem Rang, stammt aus Deutschland und wird dieses Seminar natürlich in deutscher Sprache abhalten.

Gerade in letzter Zeit, während dieser intensiven Hitzeperioden, konnten wir immer wieder die unterschiedliche Adaptationsfähigkeit einzelner Kühe bestaunen. Längst nicht jede Kuh reagiert wie die andere. Lernen Sie, gemeinsam mit Dörte Döpfer diese Tiere zu erkennen, um sie dann in der Konsequenz auch besser managen zu können.

Die Anzahl der freien Plätze wird kontinuierlich weniger. Wenn Sie also auch dabei sein wollen, füllen Sie am besten gleich dieses Anmeldeformular aus und schicken es an Kuhkraft-gute, gesunde Kühe nach Ellershausen. Die Zeit läuft!

🚜 Ernte aktuell

In Kuhkraft-Land hat, je nach Höhenlage bzw. Niederschlagsmenge, die Maisernte bereits begonnen oder wird bis in spätestens zwei Wochen losgehen. Wir möchten Sie hier auf einige wichtige Aspekte hinweisen, die für eine erfolgreiche Ernte und damit für gute, gesunde Kühe mit einer hohen Milchleistung entscheidend sind.

Der wichtigste Faktor ist die Trockensubstanz!

Unsere Kühe melken am besten mit Trockensubstanzgehalten in der Maissilage von 30-32%.

  • Silagen mit TS-Gehalten unter 27 % enthalten oft noch zu viel Zucker, der bei der Vergärung zu Buttersäure wird und dann von den Kühen nicht gefressen wird.
  • TS-Gehalte über 35 %, das haben wir bei der letzten Maisernte schmerzlich erfahren müssen, sind einfach im Silo deutlich schlechter zu verdichten. Damit verursachen sie einerseits mehr Verluste im Stock und andererseits kranke Kühe im Stall. Außerdem sinkt die Stärkeverdaulichkeit mit wachsendem TS-Gehalt.

Deshalb gilt die Regel: Lieber auf das letzte Prozent Stärke verzichten und dafür aber den idealen Trockensubstanzgehalt erreichen!

Einen großen Effekt auf die Milchleistung hat die Einstellung des Korncrackers.

Je besser das Korn vermahlen ist, desto höher ist auch die Verdaulichkeit der Stärke. Wir wollen daher einen hohen Vermahlungsgrad, also Kornpartikelgrößen, die kleiner als 5 mm sind. Achten Sie bitte darauf, wenn die ersten Wagen auf ihrem Silo angekommen sind. Machen Sie Ihren Lohnunternehmer darauf aufmerksam, die Walzen gegebenenfalls enger zu stellen.

Jeder weiß: Die Verdichtung im Silo ist alles!

Um ordentlich zu verdichten, brauche ich ein entsprechendes  Packgewicht. Dieses Packgewicht liegt bei etwa 400 kg/Tonne ins Silo gebrachter Maissilage. Wenn ich nun weiß, dass pro Stunde beispielsweise 100 t Maissilage in meinem Silo landen, dann benötige ich folglich ein Packgewicht von 40 t.
Beachten Sie dies bei der Planung ihrer Ernte – Überverdichten geht nicht!

Zum Schluss noch: Siliermittel ja oder nein?

Wenn ich den pH-Wert im Stock möglichst schnell unter einen Wert von 4,5 kriege und der Anteil an Milchsäure mindestens zwei Drittel meiner flüchtigen Fettsäuren ausmacht, dann habe ich alles richtig gemacht und brauche auch kein Silierhilfsmittel.
Wenn ich jedoch Zweifel daran habe, die vorgenannten Werte zu erreichen, ist die Silierhilfe durchaus sinnvoll. Für Maissilage gibt es seit zwei Jahren ein Produkt, welches das Öffnen des Silostocks bereits nach 10-12 Tagen ermöglicht. Diese Silierhilfe kann also durchaus hilfreich sein, wenn ich gezwungen bin, die neue Ernte umgehend zu verfüttern.

Kuhkraft-Land steht vor einer mäßig bis guten Maissilage Ernte, machen Sie das Beste daraus, damit gute, gesunde Kühe im kommenden Jahr richtig viel Milch geben können.

💉 Jeden Herbst aufs Neue… Herbstzeit = Grippezeit: Es geht wieder los!

Mit diesem Motto leiten wir die diesjährige Impfkampagne gegen die Rindergrippe ein. Wenn die Tag-Nacht-Temperaturunterschiede wieder größer werden, leidet das noch nicht voll ausgebildete Immunsystem der jungen Kälber besonders. Jedes Jahr werden es mehr Landwirte, die den Nutzen dieser Vorbeugemaßnahme, die bereits ab dem 10.Lebenstag intranasal verabreicht werden kann, schätzen lernen.

Wie gewohnt melden Sie alle 14 Tage mittwochs die Zahl der zu impfenden Kälber an und wir von Kuhkraft erledigen dann den Rest.

Für das Kuhkraft Team bin ich Ihr Franz Zimmer