Q-Tipps im Oktober

Q-Tipps im Oktober

Hochgeschätzte Milchviehhalterin, hochgeschätzter Milchviehhalter,
wieder möchten wir Sie auf diesem Wege über Neuigkeiten im Oktober aus unserer Praxis informieren:

📣 Kuhkraft, die Kraft, die Wissen schafft

Die Bude ist voll…

„Genau mein Typ!“ Professor Dr. Dörte Döpfer aus Wisconsin, USA, am 15. Oktober 2019 im Kuhkraftwerk zum Thema: Unterschiedliche Stoffwechseltypen bei Milchkühen erkennen und richtig managen.

Ich habe in dieser Woche bereits mit Dörte Döpfer telefoniert. Sie freut sich sehr auf diesen Workshop und ist ganz gespannt auf die wissensdurstdigen Milchviehhalter in Kuhkraftland. Sie wird dabei, quasi wie eine Hellseherin durch die Glaskugel, mithilfe exakt aufgenommener Daten vorhersagen können, welche Kühe sich auf die ihrem Stoffwechsel eigene Art im Stall darstellen.

Der Workshop ist ausgebucht! Jetzt kommt wirklich nur noch der super motivierte Spätzünder als letzter Teilnehmer infrage. Wenn Sie dazu gehören, dann schnell noch hier die Anmeldung ausgefüllt und an Kuhkraft-gute, gesunde Kühe geschickt. Wir entscheiden dann, ob wir Sie noch mit „hineinquetschen“ können.

🚜 Ernte aktuell

Die Maisernte in Kuhkraftland ist fast vollständig abgeschlossen. Nur noch vereinzelt steht aufgrund der Höhenlage bzw. des Regenwetters der letzten Woche der ein oder andere Schlag. Der Ertrag fiel je nach Region in diesem Jahr tatsächlich ganz unterschiedlich aus. Im Durchschnitt werden die Milchviehhalter in Kuhkraftland etwa 35 t Maissilage pro Hektar geerntet haben. Neueste NIR-Analysetechnik an den Maishäckslern erbrachte in einzelnen Betrieben Prognosen mit einem TS Gehalt von 32-35 % und Stärkegehalten von 30-34 %. Auch die in Quakenbrück untersuchten Frischmais-Proben erbrachten bisher ähnliche Ergebnisse.

Maisernte - Neuigkeiten im Oktober

Interessant ist in diesem Jahr auf jeden Fall der Aspekt, dass die NDF deutlich schneller zugelegt hat als der Stärkegehalt. Im Klartext: Die Verdaulichkeit der Pflanze sank schneller als der Zuwachs an Stärke voranging. Aufgrund dessen hat es sich also nicht gelohnt, die Maisernte unnötig lange hinauszuzögern.

Wir von Kuhkraft werden sie natürlich auf dem Laufenden halten, wenn die ersten Analysen nach Ende des Silierprozesses bei uns eintreffen. Denken Sie daran, wenn Sie die neue Ration für ihre Kühe aufsetzen, dass die Stärke Verdaulichkeit zunächst einmal eine komplett andere ist als die der Maissilage aus dem letzten Jahr. Sprechen Sie uns an, wir sind Ihnen gerne behilflich! Kuhkraft-gute, gesunde Kühe liebt Kühe, die viel Milch geben und dabei kerngesund sind. 🙂

💉 Grippezeit = Impfzeit: die Kampagne ist in vollem Gange!

Kälber ab dem 10. Lebenstag wirkungsvoll gegen Grippe zu schützen, das ist mittlerweile einfach geworden. Mit dem intranasalen Impfstoff wird das junge Kalb direkt in die Lage versetzt, lokale Abwehrstoffe zu bilden. Und zwar dort, wo die Erreger normalerweise eintreten. Die zweite Impfung vier Wochen später verstärkt dann diesen Impfschutz und hält unsere Kälber gesund.

Hier ein paar Punkte zur Verbesserung des Impfschutzes:

  • Das Durchfallkalb hat immer ein geschwächtes Immunsystem und ist daher immer das erste Tier, das auch mit einer Bronchopneumonie zu kämpfen hat. Vermeiden Sie deshalb Durchfall bei Ihren Kälbern!
  • Überbelegung hat ein geschwächtes Immunsystem und eine deutlich höhere Ammoniakbelastung der Tiere zur Folge. Die Wirkung der Impfung ist dadurch deutlich reduziert. Vermeiden Sie deshalb Überbelegung bei Ihren Kälbern!
  • Der Amerikaner nennt dies „Nestlingfaktor“. Das bedeutet, dass die Einstreumenge so hoch sein muss, dass das Kalb wie der Vogel in seinem Nest liegt. Sorgen Sie deshalb für eine genügend hohe Einstreu Menge bei Ihren Kälbern!
  • Die Windgeschwindigkeit im Kälberstall sollte nicht höher als 0,2 m/s sein. Höhere Durchflussraten schwächen das Immunsystem der Tiere. Vermeiden Sie deshalb unkontrollierte Luftbewegungen in Ihrem Kälberstall!
  • Wenn Grippesymptomatik bereits in einer Gruppe aufgetreten ist, dann dürfen auf keinen Fall neue Tiere dazu gestallt werden. Ganz klar, dass das erst einmal geimpfte Tier diesem Druck nicht standhält. Sorgen Sie deshalb möglichst für ein Rein-Raus-Verfahren in Ihrem Kälberstall!
🐄 Weideabtrieb ist angesagt

Der Oktober ist da, die Wiesen sind durch den Niederschlag der letzten Tage tatsächlich wieder ausgeschlagen. Dennoch dürfen wir davon ausgehen, dass unsere Weiderinder bereits ab Mitte Juli zu wenig Energie haben aufnehmen können. Die Rinder hätten daher schon viel früher in den Stall gemusst, um deren ausreichende Versorgung zu gewährleisten! So kommt es denn derzeit nicht selten vor, dass wir hochtragende Weidetiere mit Rückenfettdicken von 25mm und weniger messen. Da kann nach der nächsten Kalbung keine Laktationsspitze kommen, da fehlen schlichtweg die dafür notwendigen Reserven! Darüber hinaus herrscht auf der Weide bekanntlich ein wesentlich höherer Parasitendruck als im Stall, also ist es absolut sinnvoll, jedes Weidetier, egal ob Rind oder trocken stehende Kuh, mit der Aufstallung auch zu entwurmen.

🗓️ Immer wieder neu nachgefragt: Veranstaltungshinweis

Stehen Sie als Betriebsleiter/in oder auch Ihr/e Herdenmanager/in immer wieder neu vor der Herausforderung: „Wie behandele ich diese kranke Kuh und wie stelle ich das praktisch an?“ Dann sollten Sie sich schnellstens für unser Seminar „Umgang mit Problemtieren anmelden, denn hier „werden Sie geholfen“! Am 13. November werden wir gemeinsam mit Ihnen in Theorie und Praxis die Standard Erkrankungen und die entsprechenden Managementmaßnahmen durcharbeiten. Intensiv kann es nur zur Sache gehen, wenn die Gruppe nicht zu groß wird. Daher ist die Teilnehmerzahl auf 10 Personen begrenzt. Also einfach hier klicken, das angehängte Formular ausfüllen und wegschicken. Es lohnt sich!

Für das Kuhkraft Team bin ich Ihr Franz Zimmer