Q-Tipps im Januar

Q-Tipps im Januar

Hochgeschätzte Milchviehhalterin, hochgeschätzter Milchviehhalter,
auch im neuen Jahr möchten wir Sie auf diesem Wege über Neuigkeiten im Januar aus unserer Praxis informieren:

💉 NEUER GRIPPEIMPFSTOFF BEI KUHKRAFT

Kuhkraft-gute, gesunde Kühe hat einen Wechsel beim Grippeimpfstoff vollzogen. Die Firma MSD-Intervet hat mit Bovilis Intra RSP live einen intranasalen Impfstoff neu auf den Markt gebracht. Drei Gründe haben uns dazu bewogen, unseren bisherigen Impfstoff Rispoval RS zu ersetzen:

  • Die Impfdosis von 2 ml muss nur noch in ein Nasenloch verabreicht werden.
  • Der Impfstoff kann dabei im Strahl in das Nasenloch gespritzt, muss also nicht mehr wie bisher mit einem Verneblungsaufsatz angewendet werden.
  • Darüber hinaus können wir die Impfdosis pro Kalb billiger anbieten.

⚠️ BLAUZUNGE AKTUELL

Eine intensive Abhandlung über den weiteren Umgang mit der Blauzungenkrankheit hat unsere Mitarbeiterin, Sonja Mergard, verfasst:

Blauzungenkrankheit – Sperrgebiet und Impfung
Wie geht es weiter?

Anfang November sind neue Blauzungenfälle im Saarland und in Rheinland-Pfalz aufgetreten. Die Blauzungenkrankheit hält uns also weiter auf Trab und ist damit auch für uns in Bezug auf die Impfung und den Handel von Wiederkäuern weiter ein wichtiges Thema.

Neuigkeiten im Januar - Ausbrüche von Blauzungenkrankheit im Jahr 2019
Neuigkeiten im Januar - Ausbrüche Blauzungenkrankheit in 2019 nach Regionen.

In der hier abgebildeten Karte ist die Verteilung der seit Mai aufgetretenen Blauzungenfälle in Europa zu sehen. Das Virus der Blauzungenkrankheit tritt in verschiedenen Serotypen auf. Bisher haben wir nur gegen den Serotyp 8 geimpft. Nun bietet die Firma Boehringer Ingelheim auch einen Impfstoff gegen die BTV-8 und BTV-4 als Kombi-Impfstoff an. Allerdings sind Blauzungenfälle mit Nachweis des BTV-4 bisher nur im Süden Italiens (Festland, Sizilien und Sardinien) und in Griechenland aufgetreten. Fälle mit dem Nachweis von BTV-8 hingegen stehen bei uns vor der Haustür. Daher sind wir zu dem Schluss gekommen, dass eine Impfung gegen die BTV-4 zurzeit nicht notwendig ist.

Auf der Seite des Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist ganz klar nachzulesen, dass die Sperrgebiete für mindestens zwei Jahre aufrechterhalten werden müssen. Dies gilt immer ab dem zuletzt aufgetretenen Fall. Daher müssen wir die Impfmaßnahmen auch im kommenden Jahr 2020 weiter durchführen. Für einige Betriebe heißt das, dass sie bereits im Januar und Februar die Wiederholungsimpfungen machen müssen.

Das bedeutet auch, dass weiterhin Blutproben von Kälbern unter 90 Tagen (für Spanien unter 70 Tagen) genommen werden müssen, wenn sie das Sperrgebiet verlassen sollen. Gehen die Kälber nach Spanien oder in die Niederlande, müssen sie zusätzlich mit einem Repellent, das gegen Gnitzen wirksam ist, behandelt werden.

Dabei wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass diese Behandlung zum Zeitpunkt der Blutprobenentnahme durchzuführen ist. Es ist also sinnvoll, dass Sie uns beim Anmelden der Blutproben auch mitteilen, in welches Land die Kälber verbracht werden sollen.

Zu weiterführenden Informationen zum Thema gelangen Sie, wenn Sie hier oder hier klicken.

Unter diesem Link stehen außerdem alle notwendigen Tierhaltererklärungen als Download zur Verfügung.

Besuchen Sie uns immer wieder gerne auch auf unserer Facebookseite mit interessanten Beiträgen, Bildern und Videos!

Für das Kuhkraft Team bin ich Ihr Franz Zimmer