Q-Tipps im August

Q-Tipps im August

Hochgeschätzte Milchviehhalterin, hochgeschätzter Milchviehhalter,
wieder möchten wir Sie auf diesem Wege über Neuigkeiten im August in unserer Praxis informieren:

📣 Kuhkraft, die Kraft, die Wissen schafft

Es wird langsam Zeit, sich anzumelden!

„Genau mein Typ!“ Professor Dr. Dörte Döpfer aus Wisconsin, USA im Kuhkraftwerk!

Unterschiedliche Stoffwechseltypen bei Milchkühen erkennen und richtig managen

Bereits im letzten Monat haben wir darauf hingewiesen, dass am Dienstag, den 15. Oktober, ein Workshop zu diesem Thema im Kuhkraftwerk stattfindet.

Jeder von Ihnen kennt sie, die unterschiedlichen Stoffwechseltypen, die nach dem Kalben unterschiedlich große Schwierigkeiten haben, ihren Stoffwechsel der Situation bzw. der aktuellen Milchleistung anzupassen. Der Krankheitsbegriff „Ketose“ wird hier etwas weiter gefasst, die englischsprachige Literatur nennt diesen Komplex „PMAS“ (Poor Metabolic Adaptation Syndrome):
Während die eine Kuh als Zeichen ihrer Adaptation durch einen hohen Fetteiweißquotienten klarmacht, dass sie extrem viel Körperfett einschmilzt, kann das andere Tier durch eine Reduzierung des Milchfettgehaltes sich wesentlich schneller an die aktuelle Leistungssituation anpassen, weil es dadurch Energie sparen kann. Es muss also im Verhältnis zur erstgenannten Kuh weniger Körpermasse einschmelzen.
Es ist super spannend und super interessant, sich mit diesem Thema intensiver auseinanderzusetzen und jene Aspekte näher zu beleuchten, die uns mit jeder kalbenden Kuh beschäftigen.

Weitere Anmeldungen sind eingegangen. Wenn auch Sie an diesem auf maximal 15 TeilnehmerInnen begrenzten Workshop teilnehmen wollen, füllen Sie am besten gleich dieses Anmeldeformular aus und schicken es an Kuhkraft-gute, gesunde Kühe nach Ellershausen. Die Zeit läuft!

🚜 Ernte aktuell

Die Getreideernte ist in ganz Kuhkraftland so gut wie abgeschlossen. Dabei sind die Kuhkraft Landwirte mit den Erträgen bei der Wintergerste mehr als zufrieden. In einzelnen Regionen wurden bis fast 10 t/Hektar geerntet. Sehr schön! Die Weizen- und Triticale Erträge bleiben jedoch meist hinter den Erwartungen zurück. Dafür sind die Niederschläge dann doch zu gering ausgefallen.

Beim Mais sah es vor 4-5 Wochen noch ganz kritisch aus. Dann kamen genau zum richtigen Zeitpunkt zumindest so viel Niederschläge, dass die Pflanzen sich weiterentwickeln konnten. Die Fahnen sind nun überall geschoben und die Kolben zu sehen. Mit ein bisschen Glück bzw. weiteren Niederschlägen wird die Maisernte sich sehen lassen können bzw. noch mit einem blauen Auge davonkommen.

Mit den bereits erwähnten Niederschlägen konnten dann einige Kuhkraft Landwirte noch richtig gute Erträge bei der Ernte des dritten Schnittes erzielen. Durch den Regen konnten sich vor allem die Untergräser noch einmal richtig gut entwickeln. Auf die Qualität dieser Silage können wir uns jedoch nicht verlassen. Unsere Laktierenden Kühe damit zu versorgen, wird sicherlich ein Problem werden. Kuhkraft-gute, gesunde Kühe wird sie über die Ergebnisse informieren.

🌬️ Anna bringt es ans Licht bzw. setzt uns an die Luft

In den Monaten Juni und Juli war Anna Schneider, eine Tiermedizinstudentin von der Universität Leipzig, als Praktikantin bei uns. Jede/r PraktikantIn erhält für die Dauer dieses Praktikums eine Aufgabe, die am Ende ausgewertet und präsentiert wird. So auch bei Anna Schneider. Anna hatte die Aufgabe, die Ventilation in Kuhkraftland zu überprüfen.

An zwei Beispielen wollen wir darstellen, wie Ventilation in Kuhkraft Ställen aussieht bzw. wo die Schwierigkeiten liegen:

Beispiel 1: 6 Horizontalventilatoren (V1 bis V6) an einer Seite aufgehängt

Wenn wir uns die am Kopf der liegenden Kuh gemessenen Windgeschwindigkeiten anschauen, so erkennen wir schnell, dass lediglich die Tiere in der mittleren Doppelboxenreihe mit den mindestens erforderlichen 2 m/s versorgt sind. Die Lüfter blasen allesamt über die erste Reihe hinweg und die letzte Reihe wird schlichtweg kaum noch erreicht.

Beispiel 2: 4 Vertikalventilatoren (V1 bis V4)

Die Daten in diesem Stall zeigen ein noch schlechteres Bild als in Beispiel 1. Lediglich die Kühe in den beiden Liegeboxen am Messpunkt 4 werden ausreichend Wind versorgt. Alle übrigen Tiere profitieren jedoch kaum von den aufgehängten Lüftern.

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Daraus leiten wir nun folgende Schlussfolgerungen ab:
  • In vielen Ställen ist innerhalb des letzten Jahres in Ventilation investiert worden.
  • Die Ventilation verbraucht mehr oder minder viel Strom und kostet den Betrieb daher Geld.
  • Das korrekte Aufhängen der Lüfter ist Dreh- und Angelpunkt, damit das investierte Geld und der tägliche Bedarf an Energie auch den entsprechenden Mehrertrag für den Betrieb bringen.
  • Die Ventilatoren müssen so angebracht werden, dass sie sich zum einen nicht aufschaukeln können (vereinzelt sind Ventilatoren dadurch abgerissen), zum anderen die geforderten 2 m/s Windgeschwindigkeit am Kopf der liegenden Kuh erbringen.
  • Bei steigender Milchleistung stellt eine ausreichende Ventilation im Kuhstall ein Muss dar. Denn mehr Milch heißt immer auch mehr Abwärme, die von den Kühen produziert wird. Nur wenn wir es schaffen, diese Abwärme möglichst schnell und effektiv von den Kühen wegzubekommen, spülen die Lüfter entsprechend mehr Milch in den Tank.
  • Nutzen wir also das volle Potenzial unserer Investitionen!

Danke, liebe Anna Schneider, für deinen hervorragenden Beitrag zur Tiergesundheit in ganz Kuhkraftland!

🍜 Kuhkraft spürt warme Mahlzeiten auf

Wir alle wissen, wie gesundheitsschädlich nacherwärmte Futtermittel auf dem Futtertisch der Kühe sind. Diese Nacherwärmung beginnt natürlich bereits am Silo. Wir kennen alle zur Genüge die Voraussetzungen für eine schlagkräftig eingebrachte, in höchstem Maße verdichtete und luftdicht verschlossene Qualitätssilage.

Kuhkraft-gute, gesunde Kühe hat nun Detektiv gespielt und ist mit einer Wärmebildkamera auf die Suche gegangen:

Q-Tipps im August Wärmebild 1

Auf dem ersten Foto erkennen wir die knapp 25 °C bei der fressenden Kuh. Diese können natürlich auch auf die Atemluft zurückzuführen sein.

Q-Tipps im August Wärmebild 2

Auf dem zweiten Foto sind die Temperaturanzeigen leider falsch gesetzt. Dennoch ist deutlich zu erkennen, dass über die gesamte Futtertischlänge immer wieder heiße und damit nacherwärmte Areale zu finden sind.

Das heißt, die nächste schwere Mastitis ist unter solchen Umständen bereits vorprogrammiert.

Tun Sie das ihren Kühen bitte nicht an!!

🥳 Kuhkraft freut sich riesig über den nächsten 13.000er

So stolz wie Reinhold Messner auf seine bereits erklommenen Achttausender Berggipfel ist, so beharrlich, wie dieser zähe Mann daran gearbeitet hat, seine Ziele zu erreichen, so stolz darf auch die Garthe/ Metz GbR aus Ellershausen auf ihre Kühe sein. Mit der Julikontrolle hat der Betrieb im gleitenden Schnitt eine Leistung von 13.312 kg Milch bei 4,03 % Fett und 3,41 % Eiweiß, also sage und schreibe 990 kg Fett und Eiweiß, erreicht und ist damit nach der Grunewald/ Olbing GbR und der Hewecker GbR der dritte Betrieb in Kuhkraftland, der diese magische Hürde von 13.000 kg Milch im Schnitt übersprungen hat. Herzlichen Glückwunsch zu dieser hervorragenden Leistung!!

Der Betrieb der Garthe/ Metz GbR:

  • …liebt Ordnung – Kühe lieben Ordnung!
  • …liebt feste Arbeitsabläufe – Kühe lieben feste Arbeitsabläufe!
  • …macht über Jahre hinweg gute Silagen – Kühe lieben gutes Grundfutter!
  • …sorgt sich um Komfort im Kuhstall – Kühe lieben genügend Platz und komfortable Liegeflächen!

Wenn Sie, liebe Kuhkraft Kunden, diese vier Punkte auch in ihrem Betrieb abhaken können, dann dauert es gewiss nicht mehr lange, bis ihre Kühe genauso viel Milch melken wie die der Garthe/ Metz GbR.

Besuchen Sie uns immer wieder gerne auch auf unserer Facebookseite mit interessanten Beiträgen, Bildern und Videos!

Für das Kuhkraft Team bin ich Ihr Franz Zimmer