Q-Tipps im August

Q-Tipps im August

Hochgeschätzte Milchviehhalterin, hochgeschätzter Milchviehhalter,

wieder möchten wir Sie auf diesem Wege über Neuigkeiten in unserer Praxis informieren:

Kuhkraft nach der Getreide- und vor der Maissilageernte

Getreide und Stroh sind mittlerweile eingefahren. Die Erträge beim Getreide in Kuhkraft-Land waren in diesem, bisher so extremen, Jahr durchschnittlich bis gut. Dies kann unseren Kunden nur zum Vorteil gereichen, denn die Getreidepreise steigen. Wer noch keine Kraftfutterkontrakte abgeschlossen hat, sollte dies möglichst bald tun. Der Preis für Rapsextraktionsschrot liegt derzeit noch zwischen 23 und 24 € je dt. Die Körnermaiskontrakte sind derzeit aufgrund der nicht kalkulierbaren Erträge ausgesetzt. Und, wie schon gesagt, die Getreidepreise steigen weiter. Also, nichts wie ran an den Kontrakt!

Auch beim Feuchtmais sind aufgrund der Wetterlage deutlich steigende Preise zu erwarten. Daher wird dieses, für unsere Milchkühe so gut verwertbare Futter, für den nächsten Winter wohl ökonomisch uninteressant sein. Beim Stroh ist die Situation zweigeteilt. Auf der einen Seite wurde durchweg eine sehr gute Qualität eingefahren, auf der anderen Seite aber waren die Erträge deutlich geringer. Aufgrund der angespannten Futtersituation in Restdeutschland ist Stroh knapp und auch teuer. Preise von 120 € je Tonne bereits an der Tagesordnung. Einige Regionen von Kuhkraftland sind dieses Jahr von der Trockenheit dermaßen hart getroffen, dass dieser Tage bereits die Ernte des nur notreif gewordenen Maises begonnen hat.

Die Empfehlungen von Kuhkraft gehen dahin, den Mais so kurz als irgend möglich zu häckseln, um im Silo die maximal mögliche Verdichtung zu erreichen. Dann sollte auf jeden Fall ein entsprechendes Siliermittel eingesetzt werden, welches auch die Bildung von Essigsäure begünstigt. Diese hemmt nach dem Öffnen des Silos die Erwärmung.

Kuhkraft macht „Rezeptvorschläge“

„Aufgrund der derzeit hohen Nachfrage“ Heute: Wir backen uns eine Coli-Mastitis

Man nehme:

  • Eine Silage, derzeit meistens der Mais, die im Silostock warm wird, dadurch einen hohen Pilzbefall aufweist, und die dann unsortiert in den Mischwagen kommt.
  • Wechselnde Personen, die die Futtermischung laden und über die Verhältnisse im Silo nicht ausreichend informiert sind.
  • Eine Ration, die aufgrund des engen Verhältnisses von Grund- zu Kraftfutter „auf Kante gestrickt ist“ und bei der darüber hinaus die Stärkeverhältnisse nicht angepasst sind. Durch ein mangelhaftes Silo- und Trogmanagement wird diese Ration dann bereits innerhalb 12 Stunden warm und führt zu einem Rückgang der Futteraufnahme.
  • Einen für die Tierzahl ungenügend großen Mischwagen, am besten noch mit stumpfen Messern, bei dem man mit bloßem Auge schon sehen kann, wie das Futter über dem oberen Rand quillt und so eine homogene Ration unmöglich macht.
  • Eine ungepflegte, d.h. nicht eben gezogene Liegebox, deren Maße nicht auf die Herde abgestimmt sind, und deren Einstreu einen TS Gehalt im Euterbereich von weniger als 70 % aufweist.
  • Eine Umgebungstemperatur von mehr als 20 °C, die das Wachstum von krankmachenden Bakterien mit einer unglaublich hohen Geschwindigkeit anwachsen lässt.
  • Einen nicht ventilierten Stall, der bei den Kühen neben der fehlenden Frischluft und dem daraus resultierenden hohen Keimgehalt einen wahnsinnig großen Hitzestress verursacht und ebenfalls einen Rückgang der Futteraufnahme
  • Eine ältere, abmelkende Kuh mit einer Rückenfettdicke von weniger als 20 mm, also unterkonditioniert, bzw. einem Verlust der solchen von mehr als 6 mm innerhalb von vier Wochen, also mit einer Fettleber. In beiden Fällen ist das Immunsystem des Tieres mit der Situation komplett überfordert.

Fertig ist die Coli-Mastitis!

Nun mag sich ein jeder selbst prüfen, welche der angegebenen 8 „Zutaten“ in seinem Betrieb dazu geführt hat, dass Kühe an einer nachgewiesenen Infektion mit E. coli schwer erkranken, zum Festliegen kommen und vielleicht sogar sterben.

Nur wer versteht, was Kühe brauchen, kann seine Tiere vor solch schweren Erkrankungen und seinen Betrieb vor derart großen Verlusten bewahren. Kuhkraft-gute, gesunde Kühe wird nicht müde werden, dieses Verständnis für Kühe zu kommunizieren.

Kuhkraft bildet aus

Seit dem 1. August darf sich das Unternehmen Kuhkraft-gute, gesunde Kühe auch Ausbildungsbetrieb nennen. Mit Christoph Schimmelmann konnten wir einen jungen Mann gewinnen, der mit Leib und Seele den Beruf des Bürokaufmanns zu erlernen sucht. Erschrecken Sie also nicht, wenn Sie demnächst am Telefon eine sonore, männliche Stimme mit der altgewohnten Freundlichkeit begrüßt. Herzlich willkommen, Christoph!

Kuhkraft bekommt tierärztlichen Zuwachs

Da soll noch mal einer sagen: „Bei den Tierärzten gibt es keine Männer mehr!“ Felix Hünnekes straft all diese Unkenrufe Lügen. Frisch von der Universität, voller Elan und wissbegierig, wird sich Felix ab dem 15. August in die „Kuhkraft Arbeit“ stürzen und nach sorgfältiger Ausbildung eine richtige Verstärkung für unser Team werden. Wir sind froh, dass Felix zu uns kommt.

Kuhkraft „rückt zu Recht“

Wir weisen darauf hin, dass das ordnungsgemäße Enthornen von Kälbern bis zur sechsten Lebenswoche stattzufinden hat. Dieses „bis zur sechsten Lebenswoche“ bedeutet jedoch im juristischen Sinne, dass es bereits verboten ist, ein 36 Tage altes Kalb noch zu enthornen. Also noch einmal, unsere Kälber dürfen nur bis einschließlich des 35. Lebenstags enthornt werden.

Für das Kuhkraft Team bin ich Ihr Franz Zimmer


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