Impfen gegen die Blauzungenkrankheit BTV8

Impfen gegen die Blauzungenkrankheit BTV8

Es ist wieder so weit: Die Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit BTV8 in Kuhkraft-Land sind in vollem Gange. Wir haben alles Wichtige zur Krankheit, den aktuell geltenden Regeln sowie der Impfung hier für Sie zusammengestellt.

🦠 Was ist die Blauzungenkrankheit?

Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung der Wiederkäuer und in Deutschland anzeigepflichtig. Das Virus wird von blutsaugenden Insekten (Culicoides-Mücken) aufgenommen und übertragen. Im Falle einer Infektion können beim Rind Entzündungen an den Schleimhäuten (Zitzen, Augen, Maul- und Genitalschleimhaut) auftreten, die mit reduziertem Allgemeinbefinden, Fressunlust und klammem Gang einhergehen.

📣 Was bedeutet Anzeigepflicht?

Die Anzeigepflicht verpflichtet jede:n Tierhalter:in, Tierarzt/Tierärztin und auch die Labore, dem Veterinäramt betroffene Tiere zu melden. Das gilt auch dann, wenn es sich zunächst nur um einen Verdachtsfall ohne Erregernachweis handelt. Das Veterinäramt hat dann das Recht, über angemessene Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheitsverbreitung zu entscheiden. Für die Blauzungenkrankheit bedeutet das aktuell, dass große Sperrgebiete rund um die aufgetretenen Fälle existieren. Aus diesen Gebieten dürfen empfängliche Tiere seitdem nur unter bestimmten Auflagen verbracht werden.

📌 Welche Verbringungsregeln sind das?

Innerhalb der Sperrgebiete:

  • Empfängliche Tiere dürfen ohne behördliche Genehmigung verbracht werden. ABER: Beim Transport muss eine Tierhaltererklärung mitgeführt werden.

Aus dem Sperrgebiet in freie Gebiete Deutschlands:

  • Die Tiere müssen während des Transports vor den Culicoides-Mücken geschützt sein und einen gültigen Impfschutz besitzen.
  • Ausnahme: Für Tiere, die direkt zum Schlachthof transportiert werden, muss nur eine Tierhaltererklärung mitgeführt werden.
  • Trächtige Tiere müssen schon vor der Belegung geimpft worden sein.

Besondere Regeln für Kälber jünger als 90 Tage:

  1. Das Muttertier muss schon vor der Kalbung einen gültigen Impfschutz gegen BTV8 haben. Die Impfung muss in der HIT-Datenbank eingetragen sein.
  2. Das Kalb muss unmittelbar nach der Geburt die Biestmilch des Muttertieres bekommen haben. Dies muss der Landwirt in einer Tierhaltererklärung bestätigen.

Für das Verbringen ins EU-Ausland gibt es spezifische Regelungen mit den jeweiligen Ländern.

💉 Blauzungenkrankheit: Impfen oder nicht impfen?

  • Da aktuell die Sperrgebiete unverändert sind, empfiehlt sich auch weiterhin die Impfung, um Handelsrestriktionen vorzubeugen und sich Blutprobenentnahmen zu sparen.
  • Auch wenn eventuell bald Sperrgebiete wegfallen, haben jüngste Fälle im Februar gezeigt, dass es immer noch positive Tiere in Deutschland gibt, wodurch neue Sperrgebiete entstehen. Daher empfiehlt sich die Aufrechterhaltung des Impfschutzes einer bereits durchgeimpften Herde auch ohne Sperrgebiet. So ist man im Fall der Fälle auf der sicheren Seite und die Herde vor der Erkrankung geschützt.
  • Auch eine erneute Rücksprache mit dem Veterinäramt im Zuge der Erstellung dieses Beitrags ergab eine eindeutige Impfempfehlung!
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