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Blauzungenkrankheit: Impfen oder nicht?

Den letzten beißen die Hunde – oder besser: die Mücken. Die Impfungen gegen die Blauzungenkrankheit BTV8 in Kuhkraft-Land gehen wieder los. Wir haben alles Wichtige zur Krankheit, den aktuell geltenden Regeln sowie der Impfung hier für Sie zusammengestellt.

🦠 Was ist die Blauzungenkrankheit?

Die Blauzungenkrankheit ist eine Viruserkrankung der Wiederkäuer und in Deutschland anzeigepflichtig. Das Virus wird von blutsaugenden Insekten (Culicoides-Mücken) aufgenommen und übertragen. Deshalb zählt sie zu den vektorübertragenen Krankheiten. Was das ist, erklärt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit. Im Falle einer Infektion können beim Rind Entzündungen an den Schleimhäuten (Zitzen, Augen, Maul- und Genitalschleimhaut) auftreten, die mit reduziertem Allgemeinbefinden, Fressunlust und klammem Gang einhergehen. Für Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich. Auch der Verzehr tierischer Produkte ist unbedenklich.

📣 Was bedeutet Anzeigepflicht?

Die Anzeigepflicht verpflichtet jede:n Tierhalter:in, Tierarzt/Tierärztin und auch die Labore, dem Veterinäramt betroffene Tiere zu melden. Das gilt auch dann, wenn es sich zunächst nur um einen Verdachtsfall ohne Erregernachweis handelt. Das Veterinäramt hat dann das Recht, über angemessene Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheitsverbreitung zu entscheiden. Für die Blauzungenkrankheit bedeutet das aktuell, dass große Sperrgebiete rund um die aufgetretenen Fälle existieren. Aus diesen Gebieten dürfen empfängliche Tiere seitdem nur unter bestimmten Auflagen verbracht werden. Welche Auflagen das sind, weiß das zuständige Veterinäramt.

🗺️ Wo sind aktuell Sperrgebiete?

Anfang des Jahres wurden zahlreiche Sperrgebiete in Deutschland aufgehoben. Nur in Rheinland-Pfalz gibt es weiterhin gesperrte Gebiete (Stand: 13.02.23):

  • Eifelkreis Bitburg-Prüm
  • Landkreis Vulkaneifel
  • Landkreis Bernkastel-Wittlich
  • Landkreis Trier-Saarburg
  • Kreisfreie Stadt Trier

💉 Blauzungenkrankheit: Impfen oder nicht impfen?

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass das Risiko eines erneuten Ausbruchs der Krankheit für uns nicht abzuschätzen ist. Aufgrund der Übertragung der Krankheit durch Fliegen können wir außer der Impfung keine weiteren Schutzmaßnahmen ergreifen und auch nicht vorhersagen, wie sich die Fliegenpopulation in Zukunft entwickeln wird.

Die Impfung gegen die Blauzungenkrankheit ist freiwillig, unsere Empfehlung lautet wie folgt:

  • In den Sperrgebieten empfiehlt sich die Impfung, um Handelsrestriktionen zu umgehen
  • In als “seuchenfrei” geltenden Gebieten empfiehlt sich ebenfalls die Impfung, da bei positiven Fällen weitreichende Sperrgebiete für mind. 2 Jahre errichtet werden.

Daher empfiehlt sich, dass bei einer bereits durchgeimpften Herde der Impfstatus und Impfschutz aufrechterhalten wird, um im Falle eines erneuten Aufbruchs die Grundimmunisierung nicht neu aufbauen zu müssen und unsere Tiere zu schützen.

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